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Taschenstoff


Was näht man daraus?

Unter dem Begriff Taschenstoff fassen wir all jene Materialien zusammen, die extrem reißfest, scheuerbeständig, griffig und oft formstabil sind – Eigenschaften, die für das Nähen von robusten Accessoires unerlässlich sind. Dazu gehören schwerer Canvas (Segeltuch), stabiler Köper, Outdoor-Gewebe, beschichtete Baumwolle oder Wachstuch. Wie der Name verrät, näht man daraus langlebige Taschen aller Art: von großformatigen Shoppern über praktische Rucksäcke, robuste Weekender bis hin zu Turnbeuteln, Laptop-Hüllen und Kulturbeuteln. Durch ihre Stabilität benötigen diese Stoffe oft keine zusätzliche Vlieseinlage, um eigenständig stehen zu können, und verleihen jedem Projekt einen hochwertigen, professionellen Look.

Wie wäscht man ihn?

Die Pflege hängt stark von der Beschichtung ab. Unbeschichteter Canvas oder Köper aus Baumwolle kann problemlos bei 30 bis 40 Grad gewaschen werden, kann aber etwas einlaufen. Beschichtete Taschenstoffe, Outdoor-Gewebe oder Wachstuch sollten idealerweise gar nicht in die Waschmaschine, da dies die wasserabweisende Schicht zerstören und unschöne Knicke hinterlassen würde. Hier reicht es meist völlig aus, die Oberfläche mit einem feuchten Tuch und etwas milder Seife abzuwischen. Ist eine Maschinenwäsche unumgänglich, wählen Sie den Schonwaschgang bei maximal 30 Grad und verzichten Sie komplett auf das Schleudern. Taschenstoffe sollten lufttrocknen. Gebügelt wird, wenn nötig, nur von der Rückseite oder mit einem feuchten Tuch dazwischen.

Welche Nadel nutzt man?

Das Nähen von dichten Taschenstoffen ist ein Härtetest für die Nähmaschine, besonders wenn an Henkeln oder Ecken mehrere Lagen aufeinandertreffen. Eine normale Nadel bricht hier schnell ab. Verwenden Sie zwingend eine kräftige Jeansnadel oder eine Leder-Nadel (nur bei nicht-textilen Taschenstoffen) in der Stärke 90 bis 110. Als Garn ist ein reißfestes, etwas dickeres Polyestergarn (z. B. "Extra Stark") ideal, um Nähte zu garantieren, die auch bei schweren Tascheninhalten nicht reißen. Fixieren Sie dicke Lagen oder beschichtete Stoffe am besten mit Stoffklammern. Ein längerer Geradstich (3,5 bis 4 mm) sorgt nicht nur für ein sauberes Nahtbild, sondern verhindert auch das Perforieren des festen Materials.


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