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Wolle


Was näht man daraus?

Wollstoffe, insbesondere gewalkte Wolle (Walkloden) oder Wollmischgewebe, sind die absoluten Premium-Materialien für die kalte Jahreszeit. Naturwolle bringt fantastische Eigenschaften mit: Sie ist wärmeregulierend, atmungsaktiv, schmutzabweisend, winddicht und durch das natürliche Wollfett (Lanolin) sogar leicht wasserabweisend. Aus festem Wollwalk näht man klassischerweise dichte Wintermäntel, warme Herbstjacken, kuschelige Kinder-Overalls und Westen. Durch die verdichtete Struktur schützt Walk ideal vor Zugluft und Kälte. Feinere Wollstoffe oder Wollmischgewebe eignen sich hervorragend für elegante Anzüge, wärmende Röcke, klassische Blazer oder dicke Winterhosen. Auch wärmende Mützen und Stirnbänder aus Wollstrick gehören zu den beliebtesten Winterprojekten. Ein Kleidungsstück aus reiner Schurwolle ist eine langfristige Investition in Qualität und zeitloses Design.

Wie wäscht man ihn?

Wolle hat eine großartige Eigenschaft: Sie ist selbstreinigend. Oft reicht es völlig aus, Wollkleidung über Nacht an die feuchte, frische Luft zu hängen, um Gerüche verschwinden zu lassen. Grober Schmutz wie Matsch kann nach dem Trocknen einfach abgebürstet werden. Eine Maschinenwäsche ist bei Walkloden oder reiner Schurwolle nur selten nötig und sollte vermieden werden, da starke Reibung und Hitze zum Verfilzen oder Schrumpfen führen. Ist eine Wäsche unvermeidbar, nutzen Sie ausschließlich kalte Handwäsche oder das spezielle Wollprogramm der Maschine (kalt, ohne Schleudern) und verwenden Sie ein rückfettendes Wollwaschmittel. Wringen Sie den Stoff nicht aus, sondern drücken Sie das Wasser sanft in einem Handtuch aus und lassen Sie das Kleidungsstück liegend trocknen, um es nicht zu verziehen.

Welche Nadel nutzt man?

Trotz der Dicke lässt sich Wollwalk sehr gut nähen, da das Material stumpf ist und nicht unter dem Nähfuß wegrutscht. Verwenden Sie eine kräftige Universalnadel in der Stärke 90 oder 100, um sicher durch die dichten Fasern zu stechen. Ein großer Vorteil von Walkloden ist, dass die Kanten durch das Walken der Fasern nicht ausfransen. Das Versäubern entfällt somit komplett! Sie können Jacken sogar offenkantig verarbeiten, was den Kleidungsstücken einen modernen, rustikalen Look verleiht. Nähen Sie mit einem längeren Geradstich (ca. 3 bis 3,5 mm). Bei dicken Nahtkreuzungen kann eine Hebamme (Höhenausgleich) unter dem Nähfuß helfen, damit die Maschine nicht auf der Stelle tritt. Bei feineren, nicht gewalkten Wollstoffen müssen die Kanten klassisch versäubert werden.


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