Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zum Menü springen

Sweatshirt


Was näht man daraus?

Sweatshirt-Stoffe sind das Herzstück für kuschelige und wärmende Wohlfühlkleidung. Man unterscheidet hierbei grundlegend zwischen unangerautem Sweat (auch French Terry oder Sommersweat genannt) und dem flauschigen, innen angerauten Wintersweat. French Terry erkennt man an der typischen Schlingenoptik auf der Rückseite. Er ist etwas dicker als Jersey, aber nicht ganz so warm wie Wintersweat, was ihn zum perfekten Ganzjahresstoff macht. Aus Sweatstoffen näht man klassischerweise bequeme Hoodies, lässige Jogginghosen, lässige Pullover, gemütliche Cardigans und wärmende Kinderkleidung. Der Stoff hat einen sportlichen Charakter und ist durch seine leichte Dehnbarkeit extrem bequem. Durch die etwas höhere Stoffdicke verzeiht Sweatshirtstoff auch kleine Nähfehler und lässt sich hervorragend von Anfängern verarbeiten, da sich die Ränder im Gegensatz zu dünnem Jersey kaum einrollen.

Wie wäscht man ihn?

Auch bei Sweatstoff gilt die eiserne Regel: Vor dem Nähen unbedingt waschen! Aufgrund des hohen Baumwollanteils neigen auch Sweatstoffe dazu, bei der ersten Wäsche etwas einzuspringen. Werden die Teile vorher nicht gewaschen, könnte der fertige Lieblingspullover nach der ersten Maschinenwäsche plötzlich zu kurz sein. Die ideale Waschtemperatur liegt bei 30 bis 40 Grad im Normalwaschgang. Um die flauschige Innenseite bei angerauten Sweats zu schonen und die Farben des äußeren Drucks strahlen zu lassen, sollten die Textilien auf links gedreht werden. Weichspüler ist nicht zwingend notwendig und kann bei angerauten Stoffen sogar dazu führen, dass die Fasern verkleben und ihre Bauschigkeit verlieren. Ein mäßiges Schleudern reicht völlig aus. Das Trocknen im Wäschetrockner ist bei niedriger Temperatur oft möglich, Lufttrocknen bleibt jedoch die langlebigere Alternative.

Welche Nadel nutzt man?

Da Sweatshirtstoffe gestrickt sind, benötigen sie eine Nadel, die das Maschenbild nicht beschädigt. Eine Jersey- oder Stretch-Nadel in der Stärke 80 oder 90 ist hier die perfekte Wahl. Die etwas stärkere Nadel (90) empfiehlt sich besonders bei dicken Wintersweats oder wenn mehrere Stofflagen, etwa an Bündchen oder Kapuzenansätzen, übereinanderliegen. Die abgerundete Spitze gleitet problemlos durch die Maschen. Genäht wird Sweat am besten mit einem leichten Zickzack-Stich oder einem elastischen Geradstich der normalen Nähmaschine, damit die Naht bei Bewegung nicht reißt. Für ein professionelles Finish von innen ist die Overlock-Maschine das Maß aller Dinge. Wichtig bei dicken Nahtkreuzungen: Den Nähfußdruck an der Nähmaschine gegebenenfalls etwas lockern und langsam über die dicken Stellen nähen, um einen Nadelbruch zu vermeiden.