Seide
Was näht man daraus?
Seide ist der absolute Inbegriff von Luxus und textiler Eleganz. Die natürliche Faser wird aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen und zeichnet sich durch einen faszinierenden, edlen Glanz, extreme Leichtigkeit und ein wunderbar fließendes Fallverhalten aus. Sie besitzt zudem herausragende thermische Eigenschaften: Sie kühlt im Sommer und wärmt im Winter. Aus reiner Seide näht man hochwertige, fließende Abendkleider, exklusive Blusen, luxuriöse Lingerie, elegante Tücher und edle Krawatten. Das Nähen von Seide ist zwar anspruchsvoll, aber das Ergebnis ist ein unvergleichliches Kleidungsstück. Sehr beliebt ist Seide mittlerweile auch für feine Kissenbezüge und Schlafmasken, da die glatte Oberfläche besonders schonend für empfindliche Haut und Haare ist.
Wie wäscht man ihn?
Seide ist eine sehr empfindliche Naturfaser und verlangt höchste Vorsicht bei der Pflege. Am sichersten ist für aufwendige Kleidungsstücke oft die professionelle chemische Reinigung. Wer zu Hause wäscht, sollte ausschließlich kurze Handwäsche mit lauwarmem Wasser und einem speziellen Seidenwaschmittel (niemals ein enzymhaltiges Vollwaschmittel!) anwenden. Der Stoff darf unter keinen Umständen gerieben, gewrungen oder gebürstet werden. Nach dem Ausspülen rollt man die Seide vorsichtig in ein trockenes Handtuch, um die Feuchtigkeit sanft auszudrücken, und lässt sie liegend im Schatten trocknen. Direkte Sonneneinstrahlung macht die Fasern schnell brüchig und lässt die Farben ausbleichen. Gebügelt wird Seide am besten in noch leicht feuchtem Zustand, ausschließlich von links auf der niedrigsten Stufe, komplett ohne Dampf.
Welche Nadel nutzt man?
Für die Verarbeitung von Seide benötigen Sie das feinste Werkzeug an Ihrer Nähmaschine. Eine spezielle Microtex-Nadel in der Stärke 60 oder 70 ist unerlässlich. Ihre besonders schlanke und spitze Form durchdringt das dichte, feine Gewebe, ohne unschöne Fäden zu ziehen oder die glatte Oberfläche zu verletzen. Verwenden Sie hochwertiges Polyestergarn oder ein echtes Seidengarn. Da Seide stark ausfranst und sehr rutschig ist, fixiert man die Schnittteile am besten mit extrafeinen Seidenstecknadeln. Für die Nähte empfiehlt sich ein kurzer Geradstich (ca. 2 mm). Französische Nähte sind bei Seide die mit Abstand beste Wahl, um die fransenden Ränder sicher, haltbar und elegant im Inneren der Naht zu verstecken.