Satin
Was näht man daraus?
Satin ist kein eigenständiges Material, sondern eine spezielle Webart (die Atlasbindung), die für eine stark glänzende, extrem glatte Oberseite und eine matte Unterseite sorgt. Satin kann aus Seide, Baumwolle, Viskose oder Polyester bestehen. Durch seinen luxuriösen Glanz und den elegant fließenden Fall ist er der klassische Stoff für festliche Mode. Man näht daraus glamouröse Abendkleider, edle Blusen, schicke Röcke und luxuriöse Lingerie. Im Heimtextilienbereich ist Baumwollsatin extrem beliebt für kühlende, hochwertige Bettwäsche. Auch als edles Innenfutter für Jacken und Mäntel wird Satin gerne verwendet, da er wunderbar glatt über andere Kleidungsstücke gleitet.
Wie wäscht man ihn?
Die Pflege von Satin richtet sich komplett nach den verwendeten Fasern. Polyestersatin kann problemlos bei 30 Grad im Feinwaschgang in der Maschine gewaschen werden, während Seidensatin oft in die Handwäsche oder die chemische Reinigung gehört. Baumwollsatin verträgt meist 40 bis 60 Grad. Unabhängig vom Material sollte Satin nicht stark geschleudert oder ausgewrungen werden, da dies tiefe Knickfalten in die glatte Oberfläche presst. Trocknen Sie Satin am besten liegend oder hängend an der Luft. Gebügelt wird Satin grundsätzlich immer von der linken (matten) Seite, um unschöne Glanzstellen auf der edlen Oberfläche zu vermeiden. Bei synthetischem Satin darf die Temperatur nur sehr niedrig sein.
Welche Nadel nutzt man?
Satin verzeiht beim Nähen keine Fehler. Einstichlöcher bleiben oft sichtbar. Verwenden Sie unbedingt eine extrem feine und spitze Microtex-Nadel in der Stärke 60 oder 70, um keine Fäden (Zieher) im Gewebe zu verursachen. Fixieren Sie die rutschigen Schnittteile mit extrafeinen Stecknadeln und stecken Sie diese nur innerhalb der Nahtzugabe. Genäht wird mit einem feinen, hochwertigen Polyestergarn und einem Geradstich (ca. 2 bis 2,5 mm Länge). Da Satin an den Schnittkanten sehr stark ausfranst, müssen diese sorgfältig mit einer Overlock oder einer französischen Naht versäubert werden, um ein Ausreißen der feinen Fäden bei Belastung zu verhindern.