PFAFF Motor-Kondensator, für Modell PFAFF 360.
(Bild zwei, alte Ausführung PFAFF 360)
Motorkondensator ist wieder lieferbar.
Vermerk:
Arbeiten an elektrischen Einrichtungen / Maschinen (Nähmaschinen)
dürfen nur von einer Elektrofachkraft bzw. von qualifiziertem, entsprechend geschultem
Personal durchgeführt werden.
Nach erfolgter Instandsetzung und nach dem Einbau von Ersatzteilen
ist eine Sicherheitsprüfung nach VDE 0701 - VDE EN 50678 Bestimmungen unbedingt erforderlich.
Installationsanleitung:
Wichtiger Hinweis vorweg: Arbeiten an 230 V nur spannungsfrei und nur, wenn du weißt, was du
tust. Andernfalls an eine Elektrofachkraft übergeben.
Was ist auf Bild 2 (alt) zu erkennen?
Auf dem weißen Etikett (das du testweise an den alten Zylinder gehalten hast) steht:
• „1× 0.1 µF X1“ → ein X-Kondensator (Zwischen L und N, also parallel zur Netzleitung).
• „2× 2200 pF Y2“ → zwei Y-Kondensatoren (je einer von L nach PE und von N nach PE).
• „300 V AC/DC“ → Spannungsfestigkeit der Kombination.
• „Yellow = Y/GND“ → die gelb/grüne Ader ist der gemeinsame Punkt der beiden Y-Kondensatoren und muss an
Schutzleiter/Metallgehäuse (PE).
Die beiden schwarzen Leitungen des neuen Bauteils gehören jeweils auf L und N (Reihenfolge egal). Der alte Zylinder hat genau
diese drei Funktionen (X zwischen L/N + zwei Y nach Masse), nur anders aufgebaut.
Anschluss – in 7 Schritten
1. Freischalten: Netzstecker ziehen, sicherstellen, dass keine Spannung anliegt.
2. Alten Entstör-Kondensator entfernen: Den Papier/Zylinder raus, die beiden Drähte, die an seinen Enden hingen,
bleiben deine L und N-Anschlussstellen.
3. Anschlussstellen identifizieren:
o Das sind i. d. R. die beiden Klemmen im Bereich des durchsichtigen Klemmenblocks (siehe Foto-Annotation
unten).
o Es ist egal, welcher der beiden neuen schwarzen Drähte auf L bzw. N geht.
4. Neuen Kondensator verdrahten:
o Schwarz → L (eine der beiden alten Kondensatorstellen).
o Schwarz → N (die andere alte Kondensatorstelle).
o Gelb/Grün → PE: auf blankes Metall der Motor-/Maschinenmasse. Optimal: Ringkabelschuh, unter eine
vorhandene Gehäuseschraube mit Zahnscheibe; Lack an der Kontaktstelle bis Metall entfernen.
5. Mechanische Befestigung: Das neue Bauteil z. B. mit Kabelbindern oder Montagepad am Isolierbrett fixieren, sodass es
nicht vibriert.
6. Isolation & Zugentlastung: Lötstellen/Klemmen mit Schrumpfschlauch isolieren, Leitungen so führen, dass nichts an
rotierende Teile kommt.
7. Prüfung: Durchgang PE↔Gehäuse (<1 Ω), Sichtprüfung, dann kurzer Probelauf. Leichte Ableitströme (Y-Caps) sind
normal—ein Phasenprüfer kann am Gehäuse schwach glimmen.
Kein Schutzleiter vorhanden? Dann bitte nicht die gelb/grüne Ader „irgendwo“ auf Sekundär-/Motorwicklungen legen. In
Altgeräten ohne PE muss ein Elektriker den Schutzleiter nachrüsten oder alternativ ein reiner X2-Kondensator (2-adrig) ohne YAnteile verwendet werden. Sicherheit geht vor.
Deine Skizzen & Grafiken
• Schaltbild des neuen Bauteils (zeigt X1 zwischen L/N und zwei Y2 auf PE):
Download: Schaltbild (PNG)
• Foto-Annotation von Bild 2 (wo ist L/N/PE im Gerät):
Download: Bild 2 annotiert (PNG)
• Explosionsskizze/Anschlussabfolge (Bauteil → Klemmen → PE-Schraube):
Download: Explosionsskizze (PNG)
Kurzfassung Anschluss
• Schwarz 1 → auf die erste ehemalige Kondensator-Klemme (L).
• Schwarz 2 → auf die zweite ehemalige Kondensator-Klemme (N).
• Gelb/Grün → mit Ringkabelschuh auf Gehäuse/PE (blankes Metall unter Schraube