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Bündchen


Was näht man daraus?

Bündchenstoff ist ein absolutes Muss für den professionellen Abschluss von selbstgenähter Kleidung. Er zeichnet sich durch seine gerippte Struktur und einen sehr hohen Elasthan-Anteil aus, was ihn extrem dehnbar und gleichzeitig stark formrücksprungfähig macht. Bündchen werden nicht für komplette Kleidungsstücke verwendet, sondern dienen als funktionale und optische Einfassung. Man näht daraus die flexiblen Abschlüsse an Ärmeln, Halsausschnitten, Hosensäumen und den bequemen, nicht drückenden Bauchbund an Baby- und Kinderhosen oder Umstandsmode. Bündchenstoff wird meist als praktische Schlauchware (im Rundstrickverfahren ohne Naht) geliefert. Die immense Farbauswahl ermöglicht es, farbliche Akzente zu setzen, Ton-in-Ton-Abschlüsse zu kreieren oder durch Ringelbündchen einen sportlichen Look an Jacken und Pullovern zu erzeugen.

Wie wäscht man ihn?

Da Bündchenstoffe immer in Kombination mit anderen Stoffen (wie Jersey oder Sweat) vernäht werden, sollten sie dieselben Pflegebedingungen aushalten wie das Hauptkleidungsstück. Das bedeutet: Waschen bei 30 bis 40 Grad in der Waschmaschine ist problemlos möglich. Auch hier empfiehlt sich eine Vorwäsche, insbesondere bei intensiven Farben wie Rot oder Dunkelblau, um ein späteres Ausbluten auf hellere Hauptstoffe zu verhindern. Wegen des hohen Elasthan-Anteils vertragen Bündchen keine extreme Hitze. Kochendes Wasser oder der heiße Wäschetrockner machen die feinen Gummifäden auf Dauer spröde, wodurch das Bündchen ausleiert und nicht mehr eng anliegt. Beim Bügeln sollte man ebenfalls vorsichtig sein und nur bei mäßiger Hitze arbeiten, idealerweise mit etwas Dampf, ohne den Stoff dabei in die Breite zu ziehen.

Welche Nadel nutzt man?

Die Verarbeitung von Bündchenstoff erfordert etwas Technik, aber die richtige Ausrüstung macht es leicht. Genutzt wird eine Stretch- oder Super-Stretch-Nadel in der Stärke 75 bis 90. Diese Nadeln sind speziell für stark elastische Materialien konzipiert und verhindern Fehlstiche, die bei Bündchen durch den Gummianteil schnell entstehen können. Das Geheimnis beim Nähen liegt in der Dehnung: Das Bündchen wird immer kürzer zugeschnitten als die Kante des Hauptstoffes (die Faustregel lautet: Umfang des Hauptstoffes mal 0,7 bis 0,8). Beim Annähen mit der Nähmaschine (elastischer Stich) oder Overlock muss das Bündchen dann stark gedehnt werden, während der Hauptstoff flach und ungedehnt mitläuft. So zieht sich das Bündchen nach dem Nähen zusammen und sorgt für den perfekten, anliegenden Halt am Körper.


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